15:00 h Come Together
15:30 h Eröffnung und Begrüßung
Keynote Address 15:40 Uhr
"Stand und Perspektive der anwaltsorientierten Juristenausbildung"
Prof. Dr. Gerald Rittershaus > Principal Partner
> Rittershaus
1. Session 16:00 h
"Die Weltwirtschaft im Fokus des internationalen Terrorismus
– Herausforderungen für Unterneh-men und Staat"
MODERATION:
Marc S. Ellenbogen > Chairman Global Panel Foundation
TEILNEHMER:
Kurt Bodewig > Bundesminister a.D. > Mitglied
des Deutschen Bundestag Dr. Gernot von Grawert-May > Mitglied der Geschäftsleitung
Deutsche Bank, Berlin Prof. Dr. Wilhelm Haarmann > Principal Partner
> Haarmann Hemmelrath, Frankfurt Dr. Karl A. Lamers > Mitglied des Deutschen Bundestag Wladimir Matwejew > Gesandter der russischen Botschaft
> Leiter des Handels- und Wirtschaftsbüros, Berlin Thorsten Mehles> Vorstandsvorsitzender,
Prevent AG, Hamburg
17:00 h Pause
2. Session 17:15 h
"The European Constitution:
Europa in schlechter Verfassung?"
MODERATION:
Dr. Gernot von Grawert-May > Mitglied der Geschäftsleitung
Deutsche Bank, Berlin
TEILNEHMER:
Prof. Dr. Tanja Börzel > Institut für Politische
Wissenschaft, Universität Heidelberg
Prof. Dr. Dr. h.c. Peter-Christian Müller-Graff >
Ordinarius, Institut für deutsches und europäisches Gesellschafts-
und Wirtschaftsrecht Dr. Karl A. Lamers > Mitglied des Deutschen Bundestag Dr. Christian Walter > Max Planck Gesellschaft
Heidelberg
18:15 Uhr Stehempfang und Ausklang
19:00 Uhr Global Panel Dinner (für geladene Gäste)
ADRESSE
Palais Prinz Carl,
Kornmarkt 1, Heidelberg
Details
1. Session
Die Anschläge vom 11. September 2001 waren der dramatische Ausdruck
und Höhepunkt einer neuen Form des Terrorismus, die sich im Laufe
der letzten Dekaden entwickelt hat und sich nicht zuletzt auch den Möglichkeiten
bedient, die mit der Globalisierung verbunden sind. New York und Madrid
waren in erster Linie menschliche Tragödien, wodurch die Frage
nach den ökonomischen Auswirkungen in den Hintergrund tritt. Dies
ändert allerdings nichts an dem Fakt, dass gerade die zivile Einrichtung
World Trade Center als globales wirtschaftliches Machtzentrum von Al-Qaida
be-wusst als Ziel definiert wurde. Die Fragen drängen sich auf:
Welche Auswir-kungen haben diese Umstände auf die weltweite einzel-
und gesamtwirtschaftliche Interaktion? Was für strategische und
operative Optionen ergeben sich hieraus für Unternehmen und den
Staat? Dass die Terroranschläge immer mehr Bereiche der Wirtschaft
betreffen, zeichnet sich ab. So gut wie alle Regionen der Welt und viele
Sektoren stehen im Fokus. Es sind insbesondere die indirekten Effekte
des internationalen Terrorismus, welche das globale Wirtschaftsgeschehen
belasten: Erhöhte weltweite Transaktionskosten u.a. im Verkehr,
Tourismus oder internationalen Handel, der negative Nachfrageschock,
die Erhöhung der volkswirtschaftlichen Risiken und die Unsicherheiten
sowie steigende fiskalische Belastungen durch erhöhte Sicherheitsaufwendungen.
Weitreichende ökonomische Folgen der Terrorverfolgung im Rahmen
des militärischen Engagements im Irak und Afghanistan sind bereits
Realität. Kann also in Anbetracht der weitrei-chenden ökonomischen
Konsequenzen durch den Terrorismus von einer Bedrohung unserer freien
Wirtschaftsstrukturen gesprochen werden?
2. Session
Seit der Europäischen Osterweiterung bildet Deutschland das Herzstück
der Europäischen Union. Durch die Aufnahme der zehn neuen Länder
am 1. Mai 2004 verschoben sich die Grenzen des Staatenverbundes und
ein Europas der Kulturen rückte in greifbare Nähe. Trotz der
immensen histori-schen Bedeutung dieses Ereignisses und der damit verbundenen
Euphorie, steht Deutschland in wirtschaftlicher Hinsicht vor einer gewaltigen
Aufga-be. Durch die hohen Sozialabgaben verlagern viele Firmen ihre
Produktion nach Ungarn, Tschechien und in die Slowakei. Aufgrund der
europäischen Förderrichtlinien müssen vor allem Mecklenburg
– Vorpommern und Sach-sen – Anhalt mit Subventionskürzungen
rechnen. Arbeiter in der ostdeut-schen Bauindustrie konkurrieren mit
Niedriglohnarbeitern aus Polen. Arbeit in Deutschland ist im europäischen
Vergleich durch die hohen Sozialabgaben zu teuer. Kann eine Europäische
Verfassung ein soziales Gleichmaß in den Mitgliedsstaaten etablieren
oder führt eine Europäische Verfassung nur zu einer sukzessiven
Aufweichung des Grundgesetzes und der darin enthaltenen sozialen Grundbestimmungen?
Sollte man überhaupt versu-chen Soziale und gesellschaftliche Unterschiede
durch ein europäisches Gesetzwerk auszugleichen? Und wenn ja, in
wie weit sollte eine national-staatlichen Verfassung weiterhin für
die Eurokraten aus Brüssel unantastbar bleiben? Kann man europaweite
Regelungen im Hinblick auf Renten und Krankenversicherung treffen?